US-Tech-Konzerne übertreffen inzwischen die Finanzmacht ganzer Staaten. Allein Amazon investiert 2026 voraussichtlich 221,6 Milliarden Dollar in Zukunftsinfrastruktur – mehr als der gesamte deutsche Staat mit 170,6 Milliarden Dollar an Bruttoanlageinvestitionen für Schulen, Straßen, Brücken und Militär aufbringt; Microsoft und Alphabet liegen ebenfalls darüber. Zusammen investieren Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta 772 Milliarden Dollar und damit mehr als alle 31 Nicht-US-Staaten der NATO für ihre gesamte Landesverteidigung ausgeben. Gleichzeitig übertrifft Nvidia mit 5,4 Billionen Dollar Börsenwert alle 40 DAX-Konzerne zusammen um mehr als das Doppelte, während die sechs größten US-Tech-Konzerne mit kombinierten 22,7 Billionen Dollar fast das gesamte Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union erreichen. Selbst bei der Kreditwürdigkeit stehen Konzerne wie Microsoft und Apple mit der Bestnote Aaa inzwischen vor den USA selbst.
Es ist richtig, bei diesen Zahlen zu erschrecken, haben Microsoft und Co. doch ganze Demokratien von sich abhängig gemacht.
Doch es gibt nur einen Weg aus dieser Abhängigkeit, und zwar die wirtschaftliche Flucht nach vorn: Nur eigene deutsche und europäische Innovationen können diese Vormachtstellung brechen. Nur Deregulierung und eine wirtschaftsfreundliche Politik ermöglichen die Eigenentwicklung eben jener zukunftsweisenden Technologien, die aus dieser Abhängigkeit führen.
Wer die technologische Vormachtstellung der USA kritisiert und gleichzeitig nach stärkerer Kontrolle ruft, ist ein Hypokrit und verkennt das Problem.
Eine wirtschaftsfreundliche Politik ist der beste Demokratieschutz.